Wirtschaftsverband fordert leistungsfähiges Internet aus öffentlicher Hand für Betriebe
„Der Glasfaserausbau muss in Niederösterreich schneller vorangetrieben werden. In den nächsten vier Jahren müssen in Niederösterreich jeder Haushalt, jeder Betrieb, und damit natürlich auch alle KleinunternehmerInnen, die von zu Hause aus arbeiten, an das Glasfasernetz angeschlossen sein. Bund und Länder sind hier verantwortlich, dass eine Versorgung durch die öffentliche Hand erfolgt und auch dort bleibt“, fordert Christian Klug, Vizepräsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes (SWV) NÖ und Bezirksvorsitzender des SWV Lilienfeld.
Schnelles Internet ist das Um und Auf für EPU+KMU
„Ohne Glasfaser werden viele innovative Ideen gebremst, ohne schnelles Internet können viele kleine und mittlere Betriebe (KMU) und Einpersonenunternehmen (EPU) wichtige Entwicklungsschritte nicht setzen. Und wir reden hier von 99,5 % aller niederösterreichischen Unternehmen“, erklärt Klug. „Der Glasfaser-Ausbau stärkt die Wirtschaft in unseren Regionen. Schnelles Internet ist das Um und Auf für EPU und KMU und muss in öffentlicher Hand bleiben, da es zur Grundversorgung gehört wie Wasser und Strom. Videokonferenzen, die Vernetzung untereinander, die Schaffung von Produktions- und Bietergemeinschaften, aber auch die Kooperation mit Forschungseinrichtungen und Updates für technische Lösungen wie bei KFZ-Werkstätten oder der Ausbau von Onlineshops verlangen Glasfaser. Weiterbildungsmaßnahmen für MitarbeiterInnen würden ebenfalls vereinfacht.“
Investitionen von öffentlicher Hand
„Der Glasfaserausbau wird den NiederösterreicherInnen schon seit Jahren versprochen, doch teilweise läuft dieser schleppend voran, da die Gemeinden laut Vorgaben erst dann ein Glasfasernetz erhalten, wenn ein relativ hoher Prozentsatz der Haushalte an das Netz anschließt“, so Klug. „Aber davon sollte eine Erschließung nicht abhängig gemacht werden. Ein Breitbandanschluss ist eine Investition in die Zukunft jeder Region, hier muss man endlich Nägel mit Köpfen machen und dahinter sein, dass seitens der öffentlichen Hand investiert wird.“
Zukunftschancen nutzen
„Wir haben in den vergangenen Monaten gesehen, wie wichtig die Investition in eine gute digitale Infrastruktur für die Menschen ist – die Corona-Krise hat allen deutlich gemacht, dass schnelles Internet Teil der Grundversorgung ist. Mit Start-ups und Co-Working-Spaces sehen wir jetzt mehr denn je, dass öffentliche Investitionen im Bereich der Digitalisierung sofort notwendig sind. In einem Flächenbundesland wie Niederösterreich ist das von entscheidender Bedeutung. Sonst besteht die Gefahr, dass Betriebe in Ballungszentren abwandern und damit Arbeitsplätze verloren gehen“, sagt Christian Klug.
Foto: SWV NÖ: KommR Christian Klug, Vizepräsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes (SWV) NÖ und Bezirksvorsitzender des SWV Lilienfeld.